Blaulichttag mit echtem Einsatz
Buchen. Was die Feuerwehr alles macht – oder zumindest einen Teil davon – konnten die Besucherinnen und Besucher am Sonntag in der Feuerwache in Buchen erfahren. Im Rahmen des 160. Geburtstags hatte die Feuerwehr eingeladen, die Feuerwehr und andere Blaulichtorganisationen kennenzulernen.
Aber der Reihe nach. Zum Mittagessen, das vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Buchen zubereitet wurde, begrüßte Kommandant Andreas Hollerbach die Gäste in der Fahrzeughalle. Die Jugendfeuerwehr sorgte dafür, dass auch Kinder nicht zu kurz kamen – mit verschiedenen Spielstationen, Popcorn und Kinderschminken. Wer seinen Laufzettel mit Stempeln gefüllt hatte, konnte ihn dann bei der Jugendfeuerwehr gegen eine süße Überraschung eintauschen.
Vier Führungen durch die Feuerwache sorgten für die volle Info und öffneten Türen, die den meisten sonst verschlossen bleiben. U. a. erfuhren die Teilnehmer bei den Führungen, was es mit den sog. Notfalltreffpunkten auf sich hat. Die Stadt Buchen wird bei Krisenfällen bis zu sieben Notfalltreffpunkte in Buchen, Bödigheim, Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuern, Hettingen und Oberneudorf einrichten. Dort kann das jeweilige Gebäude mit Notstrom versorgt werden, dort können sich Menschen aufhalten, Informationen bekommen, über Funk Notrufe absetzen und vieles mehr. Die Notfalltreffpunkte werden in Kürze auch als solche mittels Schild erkennbar sein.
Eine Fettexplosion demonstrierte, was passiert, wenn man eine kleine Menge Wasser in eine kleine Menge brennendes Fett gibt: eine riesige Stichflamme von mehreren Metern Höhe. Den ganzen Nachmittag über konnte man selbst mal einen Feuerlöscher in die Hand nehmen und einen Papierkorbbrand löschen. Die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Buchen zeigte, wie die Ausbildung der Rettungshunde abläuft und wie eine Personensuche funktioniert.
Die Psychosoziale Notfallversorgung Neckar-Odenwald-Kreis stellte ihre Arbeit und ihr neues Einsatzfahrzeug, das beim DRK Buchen untergebracht ist, vor. Das DRK selbst präsentierte seine Fahrzeuge für den Krisenfall und die Bundeswehrfeuerwehr am Standort Altheim zeigte ihr "Waldbrand-Tatra", ein Fahrzeug, das um sich herum löschen kann.
Während die Mehrheit der Bevölkerung sich Kaffee und Kuchen widmete, galt es für die Feuerwehr Buchen, einen echten Einsatz abzuarbeiten und in der Straße "Im Krötenteich" einen Brand an einer Gebäudefassade zu löschen. Der anfänglich gemeldete Dachstuhlbrand war eine Fehlinformation. Nach dem kurzen Schreck und der Suche nach den Fahrzeugschlüsseln ging es für die Kameradinnen und Kameraden in den Einsatz und rechtzeitig zur Abschlussübung wieder zurück.
Unter der Moderation des stellvertretenden Kommandanten Martin Henn führte eine Gruppe zum Abschluss die Rettung aus einem verunfallten PKW vor. Die eigens gesperrte St.-Rochus-Straße war von Menschen übersät, die sehen wollten, wie so etwas funktioniert. Voller neuer Eindrücke konnten die Gäste den Nachhauseweg antreten und sagen: "Jetzt haben wir auch miterlebt, wie so ein Einsatz abläuft." mag.
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